Krügerrand in einem hessischen Vorgarten

 

Im Dezember 1997 kontaktierte uns ein Mann aus der Nähe von L. in Hessen über das Internet. Er fragte per Mail nach der Möglichkeit, bei uns "ein Metallsuchgerät auszuleihen". Nun, da ein Normalsterblicher nicht jeden Tag ein solches Gerät benötigt, fragten wir uns natürlich nach dem Verwendungszweck.

Wir kontaktierten ihn und nach einiger Zeit und Geduld kam folgende Geschichte zum Vorschein:
Es ging um eine Familien-Münzsammlung, die die Mutter unseres Auftraggebers (nennen wir ihn einfach Hr. Krüger) in den Siebziger Jahren auf dem eigenen Grundstück vergraben hatte. Leider war die alte Dame nun bettlägerig und zum Pflegefall geworden, doch hatte sie wohl unserem Hr. Krüger noch vorher verraten können, wo in etwa die Sammlung liegen sollte. Hr. Krüger maß der ganzen Sache vorerst keine allzu große Bedeutung bei, zumal der Garten genau in diesem Teil mehr einem Urwald glich und damit schlecht begehbar war.
Internet sei Dank: Irgendwann landete Hr. Krüger auf unserer Web-Seite und ihm war nun klar, daß es andere Möglichkeiten gab, wieder an die Münzen heranzukommen, außer eigenhändig und schweißtreibend den kompletten Garten umzugraben.

Wir waren uns schnell handelseinig: Die rechtliche Lage war hier ganz eindeutig und ein paar Münzen in geringer Tiefe zu finden, sollte auch technisch kein Problem sein. Zudem war keine große Anfahrt nötig, also erklärten wir uns bereit, Herrn Krüger gegen eine relativ kleine Gebühr behilflich zu sein. Was wir weiterhin als Honorar beanspruchten, war seine Zusage, die Geschichte im Erfolgsfall im Internet präsentieren zu dürfen. Leider mussten wir uns dann doch noch bis April 1998 gedulden und noch einiges in Telefonate und Überzeugungsarbeit investieren, bis wir uns an einem bewölkten Samstag mit dem vorsichtigen Hr. Krüger in seinem Heimatstädtchen treffen konnten.

Hr. Krüger hatte inzwischen den entsprechenden Teil des Gartens von Büschen, Hecken und sonstigen Wegversperrern gesäubert. Das Gelände war nun gut begehbar, nur die 20m hohe Tanne mit ihren starken Wurzeln und der angrenzende Hochspannungsmast bereitete uns bei erstem Hinsehen ein wenig Kopfzerbrechen.

Nun gut, wir ließen uns nicht entmutigen und begannen mit der Suche. Zum Einsatz kam ein Fisher CZ-6 und vorsorglich eine TM-808 von White's . Nach nur ca. 10 Minuten Suche waren wir bereits sicher, das entsprechende Signal der Münzsammlung geortet zu haben.
Wir begannen vorsichtig zu graben, während die restlichen Anwesenden mit gezückten Photoapparaten ringsum standen.
Nach nur 3 Schaufelstichen riss der Spaten etwas Plastikfolie herauf. Vorsichtig wurde nun mit den Händen nach gegraben.
Und da lagen sie plötzlich vor uns und sahen aus, wie vor ein paar Tagen erst vergraben: KRÜGERRAND !!! 16 satte, gutgewachsene, schwere und uns golden anblinzelnde Krügerränder !!!

Die Freude war natürlich groß und alle Kameras klickten für Einzelbilder, Gruppenbilder, Bilder vom Aushub, mit Münzen ohne Münzen, auf jeden Fall war die Stimmung klasse ! Wieder ein gelungener Auftrag !!!

Der finanzielle Aspekt war übrigens für unseren Auftraggeber auch 

nicht zu verachten, schließlich hatten wir ihn mit unserer Aktion in kürzester Zeit um mehrere Tausend (damals noch) Mark reicher gemacht.

Alles in allem: Rundum gelungen! Eine Auftragssuche, klein , aber wie aus dem Bilderbuch!

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